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Soft Coder / 3x3 des Daily Standup

Jan Stamer
I'm a passionate Coder and Software Architect, runner 🏃 and dad of 3 👪.
Originally published at Medium ・4 min read

Egal ob Kanban oder Scrum, täglich grüßt das Daily Standup. Das Team hat 15 Minuten, um die wichtigsten Informationen von gestern und heute auszutauschen. Du hast 30 Sekunden. Nutze sie.

Das folgende 3x3 des Daily Standup hilft Dir dabei. Mit 9 Tipps zum wichtigsten Meeting der agilen Entwicklung.

Bereite Dich vor

Vorbereitung ist alles, auch beim Daily Standup. Also bereite Dich vor. Diese 3 Dinge helfen Dir dabei:

#1 Komme pünktlich

Komme pünktlich. Nichts ist ärgerlicher als 10 Leute die 5 Minuten auf eine Person warten müssen, die zu spät kommt. Jeden Morgen. Also komme pünktlich. Startet das Daily um 10:00 Uhr setze Dir eine Erinnerung auf 9:55 Uhr. Dann hast Du 5 Minuten, um einen Kaffee zu holen, auf die Toilette zu gehen oder einfach nur um Dich zu sammeln. Um Punkt 10 Uhr stehst Du bereit und der Rest des Teams auch. Dann kann‘s direkt losgehen und Ihr seid auch pünktlich um 10:15 Uhr durch.

#2 Überlege was Du sagen willst

Überlege Dir was Du sagen willst. 30 Sekunden für 1 Tag Arbeit ist wenig. Also überlege Dir vorab was Du sagen willst und was nicht. Am wichtigsten sind die Basics des Daily Standup. Also woran hast Du gestern gearbeitet, woran arbeitest Du heute und was behindert Dich gerade. Aber denke auch an andere Dinge wie Deinen Urlaub nächste Woche. Mach Dir einen Spickzettel mit Notizen falls Dir das hilft an alles zu Denken was Du sagen willst.

#3 Kopf frei fürs Daily

Löse Dich von dem woran Du gerade noch gearbeitet hast. So hast Du den Kopf frei fürs Daily und kannst Dich voll auf Dich und Deine Team Mitglieder konzentrieren. Lass doch Dein Handy am Platz, die nächsten 15 Minuten brauchst Du es nicht. Sei präsent und wachsam im Daily Standup. Dein Team weiß das zu schätzen.

Bringe Deinen Inhalt unter

In Deinen 30 Sekunden musst Du Deinen Inhalt unterbringen. 30 Sekunden, einmal und am Stück. Für Dich. Nutze diese 30 Sekunden. Informiere das Team darüber was Du gestern getan hast, und was heute ansteht. Halte alle über Problem, Fragen und Entscheidungen auf dem Laufenden. Dazu musst Du Dich fokussieren, folgende 3 Tipps helfen Dir dabei:

#4 Gib einen aussagekräftigen Status.

Gib einen aussagekräftigen Status. Sage was Du getan hast und welchen Status Du damit erreicht hast. Sage konkret was gelaufen ist, aber ohne Details. Lass Ticket Nummern weg, wenn Sie nicht allen geläufig sind. Vermeide Phrasen und Füllwörter sowie schwammige Aussagen. Zum Beispiel: „Gestern habe ich die DDL Skripte zur Erweiterung der Tabelle UMSATZ um die Spalte UUID erstellt. Heute morgen habe ich die fertigen DDL Skripte auf der Testdatenbank cd34 eingespielt.“

#5 Sage konkret was Deine nächsten Schritte sind.

Sage konkret was Deine nächsten Schritte sind. Arbeite heute an den wichtigsten nächsten Schritten, um Deinen Task zu erledigen. Sage konkret welche Schritte das sind. Also „Nach dem Daily analysiere ich den Fehler bei der IBAN Prüfung aus der Fast Lane. Heute Nachmittag mache ich das Review der Datenbank Änderung von Michael.“ Beziehe Dich morgen wieder auf diese Aussagen. Dann sieht das Team immer wo Du stehst und was Du noch vor Dir hast.

#6 Sprich offene Fragen und Entscheidungen an.

Sprich offene Fragen und Entscheidungen an. Sind noch Fragen oder Entscheidungen offen die Dich behindern, führe aktiv Lösungen und Entscheidungen herbei. „Der Name des Datenbank Schemas ist noch unklar. Das klären wir heute um 11 Uhr gemeinsam, im Termin mit dem Architekten und einem Datenbank Admin.“ Nimm Dir am Morgen Zeit, um einen Termin für eine Entscheidung zu organisieren oder schreibe dem Fachbereich eine E-Mail mit Deinen Fragen. Erledige diese Dinge vor dem Standup. Dann weiß das Team im Standup das Du alles in die Wege geleitet hast um die Entscheidung herbeizuführen. Dann weiß das Team im Standup das Du die Entscheidung auf den Weg gebracht hast.

Achte auf Deine Sprache

Nutze die Sprache, um Dich zu fokussieren und Deine Inhalte rüberzubringen. Es hängt von Deiner Sprache ab ob Deine Inhalte beim Team ankommen oder nicht. Hier drei handfeste Tipps, um Deine Sprache im Daily zu verbessern:

#7 Mache kurze, knappe Sätze.

Mache kurze und knappe Sätze. Sage nicht zu viel auf einmal. „Ich habe das Review der SQL Query gemacht. Und den Merge Request in den master übernommen. Jetzt habe ich wieder Luft. Ich schnappe mir gleich ein neues Ticket.“

#8 Sprich aktiv und konkret

Sprich aktiv und konkret. Sage was Du tun wirst und wann Du es tun wirst. Formuliere immer so das klar ist was zu tun ist und wer das tut. Bestenfalls noch bis wann das getan ist. „Ich schreibe noch einen Unit Test fürs Löschen der Überweisung. Heute Nachmittag werde ich damit fertig.“ Oder „Ich bin auf Angela aus dem QA Team zugegangen. Sie wird den Test bis Ende der Woche durchführen.“

#9 Sprich deutlich und mache Pausen.

Sprich deutlich und mache Pausen. Gerade wenn die Zeit knapp ist: Lass Dir Zeit beim Sprechen und mache Pausen. Konzentriere Dich auf die wesentlichen Informationen. Dann hast Du auch in 30 Sekunden genug Zeit langsam und deutlich zu sprechen. „Ich habe gestern Nachmittag das Review abgeschlossen. Heute kümmere ich mich um den Vorfall aus Produktion.“

Daily Standup, Daily Practice

Nutze diese 9 Tipps für Dich und Dein Team. Arbeite an Dir Tag für Tag, Daily für Daily. Betrachte das Daily Standup als täglichen Elevator Pitch. Diesen Elevator Pitch hältst Du jeden Tag. Mache den Elevator Pitch jeden Tag ein kleines Stück besser. Probiere mal etwas Neues aus und experimentiere. Finde heraus was Dir liegt, und was für Dich funktioniert. Wage Dich dabei aus Deiner Komfortzone heraus. Probiere etwas aus was Dir schwer fällt oder für Dich neu ist.

Gibt es jemand im Team zu dem Du einen persönlichen Draht hast? Frage ob die Person Dir Feedback geben kann. Oder Ihr macht das gegenseitig. Beziehe Dein Team ein und bitte es in der Retro um Feedback.

So lernst Du jeden Tag etwas dazu. Was Du dazu lernst hilft Dir nicht nur im Daily Standup sondern in vielen beruflichen und privaten Situationen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf medium.

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